Unterstützung für gewaltbetroffene, traumatisierte geflüchtete Frauen

Der Verein Frauen helfen Frauen Beckum e.V. engagiert sich für die besonderen Bedarfe geflüchteter Frauen.

In diesem Jahr erhalten wir zum dritten Mal in Folge eine Projektförderung des Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW zur Unterstützung gewaltbetroffener, traumatisierter geflüchteter Frauen.

Neben der Vernetzung mit den Gremien der Flüchtlingshilfe kooperieren wir mit dem Opferschutz der Kreispolizei, um ein Gewaltschutzkonzept in den Einrichtungen für geflüchtete Menschen zu etablieren.

Geflüchtete Frauen nehmen das Angebot der Frauenberatungsstelle und der Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt inzwischen eigenständig in Anspruch. Die Gespräche werden bei Bedarf von professionellen Sprachmittlerinnen/Dolmetscherinnen übersetzt.

Im Jahr 2016 wurden wir im Rahmen eines Forschungsprojektes von Herrn Prof. Dr. Werner Schiffauer u.a. (Europa Universitär Viadrina) zu den 90 wegweisenden Projekten mit Geflüchteten gezählt. Die Studie wurde beruht auf einer Initiative des Rats für Migration und wurde durch Förderung der Bundesbeauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration ermöglicht.

Die Veröffentlichung gibt einen gute Beschreibung und Erläuterung unserer Maßnahmen wieder. S. hierzu http://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/249745/so-schaffen-wir-das-eine-zivilgesellschaft-im-aufbruch

In diesem Jahr setzen wir die Projektgelder dazu ein, unseren niedrigschwelligen und internationalen Frauen & Mädchentreff. Courage in der Südstraße 38 in Beckum weiter auf- und auszubauen (HIER gehts zum Courage). Die Schwerpunkte liegen sowohl in der Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit als auch in der Ermittlung und Organisation bedarfsgerechter Angebote zur Unterstützung und Integration geflüchtete Frauen und Mädchen.

Des Weiteren bieten wir zwei Schulungen an zum Thema „Zu DRITT" bei Gesprächen in Beratung und Therapie"

  • Umgang mit Sprachmittler_innen in der Beratung und Therapie

Die Erweiterung der klassischen Beratungs-/Therapiesituation in eine Beratung/Therapie „zu Dritt" durch Einbeziehung einer Sprachmittler_in ist zunächst oft befremdlich für Beratende und therapeutisch Tätige und erfahrungsgemäß optimierbar.

Im Seminar geht es um Antworten auf die Fragen:

 

  • Wie können wir als Beratende/Therapeut_innen mit Sprachmittler_innen in der Beratungssituation arbeiten?
  • Welche Grundlagen für das Beratungs- bzw. Behandlungssetting ‚zu Dritt‘ müssen geklärt sein?
  • Welcher neue Raum entsteht durch diese Konstellation?
  • Was gilt es zu beachten, wenn wir in diesem Setting einen längeren (Beratungs-/Therapie-)Prozess beginnen?

 

In der Fortbildung werden verschiedene Möglichkeiten für das Übersetzungssetting vorgestellt sowie durch die Arbeit mit Rollenspielen Raum für die Reflexion der Beratungs-/behandlungssituationen gegeben. In einem geschützten Rahmen besteht für die Teilnehmenden Raum, um zu experimentieren und Mut und Lust für die Arbeit mit Sprachmittler_innen zu sammeln.

 

Die Fortbildung richtet sich an Fachkräfte aus psycho-sozialen, therapeutisch und pädagogischen Arbeitsfeldern, die in ihrer Arbeit (auch ) geflüchtete Menschen beraten oder behandeln.

 

Referentinnen:

Eva Dieterich, MA Ethnologie und Erziehungswissenschaft, Systemische Beraterin, Sozialpädagogin in der psychosozialen Flüchtlingshilfe; Mitarbeiterin von Taps. Transkulturell Arbeiten in Psycho-Sozialen Berufen aus Münster

Friederike Andernach, Dr. rer. medic., Psychologische Psychotherapeutin (VT), Dipl.-Psych. 
Erfahrungen in der transkulturellen Arbeit: Kürzlich aus dem Einsatz mit Ärzte ohne Grenzen zurückgekehrt- Psychotherapieprojekt in Kashmir und Psychologische Erste Hilfe in der Seenotrettung im Mittelmeer. Hier Erfahrungen im transkulturellen Team, mit Sprach- und Kulturmittlern, Behandlung PTBS, Islamische Psychotherapie, Krisenintervention. Vorher newland Clearingstelle für minderjährige, unbegleitete Geflüchtete.  

 

Veranstalterin: Frauen helfen Frauen Beckum e.V.

Termin: 7. Dezember 2017, 10.00 Uhr - 17.00 Uhr 

Ort: 59269 Beckum, Pfarrheim St. Stephanus, Clemens - August Str. 23

 

Dank der Förderung durch das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen ist die Teilnahme kostenlos und kreisweit möglich.

 

Anmeldung bis zum 24. November 2017 in der Frauenberatungsstelle Beckum (02521-16887) oder per mail: info@fhf-beckum.de (TN-Zahl: max. 12 Personen) HIER (526.14 kb) gehts zur PDF!

  • Die zweite Fortbildung am 1. Februar 2018 richtet sich an ehrenamtliche und professionelle Sprachmittlerinnen und Sprachmittler zur Stärkung der Sprach- und Kommunikationsmittlung in der Begleitung von geflüchteten Frauen.

 

In der therapeutischen Arbeit und Beratung ist Sprache eines der wichtigsten Werkzeuge. In diesem Feld ist die Arbeit für Sprachmittler und -mittlerinnen häufig besonders herausfordernd. Sie werden in der Begleitung von geflüchteten Frauen mit belastenden bis traumatischen Erfahrungen konfrontiert. Gleichzeitig bauen sie Brücken, ohne die die Vermittlung von Hilfen und Unterstützung oftmals nicht möglich wäre. Im Seminar geht es u.a. um die Klärung der Grundlagen für das Beratungsgespräch zu Dritt, um die Frage, ob Kommunikation mehr als Sprache ist und um die Selbstsorge der Ehrenamtlichen oder professionell Tätigen.

Die Fortbildung wird von Mitarbeiterinnen von Taps. Transkulturell Arbeiten in Psycho-Sozialen Berufen aus Münster und der Frauenberatungsstelle Beckum durchgeführt. Dank der Förderung durch das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen ist die Teilnahme kostenlos und kreisweit möglich.

 

 


 

Seminar am 01.02.2018 / 10:30 - 17:00 Uhr

Sprach- und Kommunikationsmittlung in der Begleitung von geflüchteten Frauen. „Zu DRITT" bei Gesprächen in Beratung und Therapie Fortbildung für ehrenamtliche und professionelle Sprachmittlerinnen und Sprachmittler

Seminarinhalte
In der therapeutischen Arbeit und Beratung ist Sprache eines der wichtigsten
Werkzeuge. In diesem Feld ist die Arbeit für Sprachmittler_innen häufig besonders
herausfordernd. Für die Fachkräfte im pädagogischen/ psycho-
/sozialen Bereich ist es zumeist eine ungewohnte Situation, eine zusätzliche
Person im Gespräch dabei zu haben und sie in die Arbeit miteinzubeziehen.
Die Sprachmittler_innen auf der anderen Seite werden in der Begleitung von
geflüchteten Frauen mit belastenden bis traumatischen Erfahrungen
konfrontiert. Gleichzeitig sind sie Brückenbauer_innen, ohne die die
Vermittlung von Hilfen und Unterstützung oftmals nicht möglich wäre.
Folgende Fragen und Themen um das "Gespräch zu Dritt" werden im Seminar
theoretisch und praktisch genauer unter die Lupe genommen:

  • Welche Grundlagen für das Beratungs- bzw. Behandlungssetting zu Dritt
müssen geklärt sein?
  • Welcher neue Raum entsteht durch diese Konstellation?
  • Ist Kommunikation mehr als Sprache? - Transkulturelle Kommunikation -
  • Professionell übersetzen, aber wie? Üben im Rollenspiel
  • Empfehlungen zum Ablauf
  • Fachsprache & Redewendungen
  • Rollenklärung
Welche besondere Anforderung stellt das Feld der therapeutischen Arbeit
und Beratung?
  • Informationen zu Psychotherapie
  • Formen von therapeutischen Gesprächen mit geflüchteten Frauen
  • Schweigepflicht
  • Erscheinungsweisen und Auswirkungen von Traumata

• Sekundärtraumatisierung

 

Referentinnen:
Taps. Transkulturell Arbeiten. Transkulturell Arbeiten in Psycho-Sozialen Berufen,
Münster

  • Eva Dieterich
MA Ethnologie und Erziehungswissenschaft, Systemische
Beraterin i.A.
Frauen helfen Frauen Beckum e.V.
  • Birgitta Rennefeld
Diplom-Sozialpädagogin, Diplom-Pädagogin, Psychotherapeutin
ECP, Traumatherapeutin (PITT), Leiterin der Frauenberatungsstelle Beckum
  • Gabriele van Stephaudt

Diplom-Sozialarbeiterin, Traumafachberaterin,
Präventionsmanagerin Stalking & Intimpartnergewalt, Mitarbeiterin der Frauenberatungsstelle
Beckum/Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt.

 

Sie können sich telefonisch oder per Mail bis zum 19.01.2018 anmelden.
Bitte geben Sie Ihren Namen, die Institution und eine Telefonnummer an, unter der wir Sie zurückrufen können.
Die Fortbildung ist aufgrund der Förderung durch das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen kostenfrei.
Für Getränke und Snacks ist gesorgt.
Die Teilnehmer_innenzahl ist begrenzt

Kontaktadresse:
Frauenberatungsstelle
Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt
Weststr.25 (Eingang Klostergasse)
59269 Beckum
- barrierearm -
Tel.: 02521-16887
Mail: info@fhf-beckum.de

 

Weitere Informationen PDF (386.66 kb)

 

 

 

Hilfen für Geflüchtete

Hilfen für Geflüchtete:Text- und Audioübungen zum kostenlosen Download!

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Schutz vor Gewalt für geflüchtete Frauen

Der Dachverband der autonomen Frauenberatungsstellen hat folgende "Handreichung für Fachräfte der Frauenunterstützungseinrichtungen und Flüchtlingshilfe NRW" erstellt:

Bitte HIER dem Link folgen!